Die sog. Dermal Anchors, welche auch Microdermals oder dermale Anker genannt werden sind keine Piercings!
Dies zeugt schon aus dem Vorgang, wie ein solches Schmuckstück gesetzt wird. Es wird hierfür nämlich nicht, wie bei einem Piercing, eine Kanüle verwendet, sondern ein Skalpell oder ein Dermal Punch/Biopsy Punch, welcher in der Medizin normalerweise genommen wird, um Gewebsproben zu entnehmen. Aus diesem Grund ist das Setzen eines solchen Schmuckes auch rechtlich und versicherungstechnisch nicht abgesichert.
Am ehesten kann man diesen Schmuck noch als Teilimplantat bezeichnen.
m Gegensatz zu einem Piercing beinhaltet ein dermaler Anker kein kalkulierbares Risiko! Ein Piercing hat eine Ein- und Austrittsöffnung, wodurch eine Art Drainageeffekt entsteht. D.h. alles was auf einer Seite reinkommt, kann auf der anderen Seite wieder raus, wodurch das Risiko einer sich einkapselnden Infektion stark minimiert ist. Bei einem dermalen Anker hingegen besteht nur eine Öffnung an die Oberfläche, wodurch (auch nach der Abheilung noch) die Gefahr besteht, dass etwas in das Gewebe gelangt und sich dann im Inneren eine Art Hauttasche bildet in der sich eine Infektion schnell ausbreiten und zu extremen gesundheitlichen Problemen führen kann.
Desweiteren besteht die Gefahr, dass das Schmuckstück/Plättchen “kippen“ kann. Wenn es dann nicht schnell wieder herausgenommen wird kann es sich im Gewebe verkapseln bzw. tiefer ins Gewebe rutschen und einwachsen. Dasselbe kann passieren wenn der Schmuck zu tief gesetzt wird.
Will oder muss (z.B. bei einer OP) man das Schmuckstück entfernen, so muss es wieder herausgenommen werden (normalerweise durch einen kleinen Schnitt mit dem Skalpell) und später wieder frisch gesetzt werden!